Behandlung des Pilonidalsinus in Lokalanästhesie
Eine Steißbeinfistel (Pilonidalsinus) ist ein Hohlraum in der Gesäßfalte, der durch eingewachsene Haare entsteht und sich entzünden kann. Die Behandlung erfolgt in der Ordination in Horn in Lokalanästhesie.
Die Diagnose wird klinisch gestellt; bildgebende Verfahren sind in der Regel nicht erforderlich. Beurteilt werden die Anzahl und Lage der Porenöffnungen in der Gesäßfalte, die Ausdehnung des Gangsystems, eventuelle Nebengänge sowie die Frage, ob eine akute Entzündung vorliegt.
Unterschieden wird zwischen drei Situationen: dem beschwerdefreien Pilonidalsinus, der zufällig auffällt; dem akuten Abszess mit Schmerzen, Schwellung und Überwärmung; und dem chronischen Verlauf mit wiederkehrender Sekretion aus einer oder mehreren Öffnungen. Für jede dieser Situationen gilt ein anderes Vorgehen.
Ein akuter Abszess wird zuerst entlastet. Die definitive Sanierung erfolgt erst, wenn die Entzündung abgeklungen ist — im entzündeten Gewebe lassen sich Ausdehnung und Grenzen des Gangsystems nicht zuverlässig beurteilen, und die Wundheilung wäre beeinträchtigt.
Erhoben werden außerdem Faktoren, die das Wiederauftreten begünstigen: starke Behaarung, langes Sitzen im Beruf, Übergewicht und die bisherige Behandlungsgeschichte.
Bei akuter Entzündung wird der Abszess in Lokalanästhesie eröffnet und entlastet. Der Schmerz lässt dadurch rasch nach. Das ist ein erster, notwendiger Schritt, aber keine endgültige Sanierung des Gangsystems.
Zur Sanierung kommt die minimalinvasive Laserbehandlung des Sinus pilonidalis zum Einsatz. Der Eingriff erfolgt ambulant in der Ordination in Horn. Vor der Behandlung wird im Rahmen einer chirurgischen Untersuchung festgestellt, ob das Laserverfahren für den jeweiligen Befund geeignet ist.
Ein zufällig entdeckter Pilonidalsinus ohne jede Beschwerde muss nicht zwingend sofort operiert werden. In diesem Fall werden Vorbeugung und Kontrolle besprochen.
Untersuchung, Beurteilung der Ausdehnung, Einordnung der Situation und Festlegung des Vorgehens einschließlich der Kosten.
Zuerst Entlastung des Abszesses in Lokalanästhesie, danach Abwarten bis zum Abklingen der Entzündung. Erst dann ist die definitive Sanierung sinnvoll planbar.
Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie in der Ordination. Umfang und Technik richten sich nach dem Befund und werden vorher besprochen.
Die Dauer der Wundheilung hängt wesentlich vom verwendeten Operationsverfahren ab. Bei einer minimalinvasiven Laserbehandlung bleiben nur kleine Öffnungen zurück, die normalerweise im Verlauf von mehreren Wochen abheilen; die Heilungsdauer kann individuell unterschiedlich sein. Bei einer klassischen offenen Exzision ist die Wundheilungszeit deutlich länger und kann mehrere Wochen bis Monate betragen. Bei unkompliziertem Verlauf sind nur wenige ambulante Kontrollen notwendig. Die erste Kontrolle erfolgt frühzeitig nach der Operation; weitere Kontrollen werden abhängig vom Wundverlauf bis zur vollständigen Abheilung vereinbart. Die kleinen Wundöffnungen müssen sauber gehalten werden. Regelmäßiges Duschen mit Wasser ist in der Regel ausreichend. Anschließend wird die Region vorsichtig trocken gehalten und entsprechend der individuellen Wundsituation mit einer kleinen Kompresse versorgt. Wichtig sind außerdem eine gute lokale Hygiene und die Vermeidung von Haaransammlungen in der Gesäßfalte.
Nach abgeschlossener Heilung sind gründliche Hygiene und Haarentfernung im Bereich der Gesäßfalte die wichtigsten Maßnahmen gegen ein Wiederauftreten.
Abszessentlastung, Sanierung und Nachkontrollen finden in der Ordination in Horn statt.
| Leistung | Honorar |
|---|---|
| A. Chirurgische Beratung, Untersuchung & Diagnostik | |
| Erstvorstellung: ausführliche Anamnese, persönliche chirurgische Beratung, klinische Untersuchung, Befundbesprechung, Rezeptausstellung und Therapieplanung. Falls erforderlich, zusätzlich Ultraschalluntersuchung, Laboruntersuchungen und EKG sowie die Planung weiterführender Untersuchungen oder einer Operation. | € 200 |
| B. Ambulante Operationen in der Ordination in Horn | |
| Sinus pilonidalis / Steißbeinfistel: minimalinvasive Laserbehandlung bei geeigneter Indikation. Vor der Behandlung erfolgt eine chirurgische Untersuchung, um festzustellen, ob das Laserverfahren für den jeweiligen Befund geeignet ist. | ab € 1.500 |
Einzelne Haare dringen in die Haut der Gesäßfalte ein und lösen dort eine Fremdkörperreaktion aus. Es bildet sich ein Hohlraum mit einem oder mehreren Gängen, der sich entzünden kann. Reibung, langes Sitzen, starke Behaarung und Schwitzen begünstigen die Entstehung. Mangelnde Hygiene ist nicht die Ursache.
Die Entlastung nimmt den akuten Schmerz und ist bei einer Entzündung der erste notwendige Schritt. Sie beseitigt das Gangsystem jedoch nicht. Ohne anschließende Sanierung treten die Beschwerden in der Regel erneut auf.
Ein Pilonidalsinus, der zufällig auffällt und nie Beschwerden gemacht hat, muss nicht zwingend sofort operiert werden. Sobald es zu Entzündungen oder wiederkehrender Sekretion kommt, ist die Sanierung die sinnvolle Lösung.
Nach einer minimalinvasiven Behandlung ist Sitzen grundsätzlich bereits unmittelbar nach dem Eingriff erlaubt, sofern es schmerzfrei bzw. gut tolerierbar ist. Langes ununterbrochenes Sitzen sollte in den ersten Tagen vermieden werden.
Autofahren ist möglich, sobald Sie ohne relevante Schmerzen sitzen und eine Notbremsung sicher durchführen können und keine sedierenden Medikamente mehr wirken. Nach einer Sedierung darf am Behandlungstag nicht selbst gefahren werden.
Ein erneutes Auftreten ist möglich, weil die begünstigenden Faktoren bestehen bleiben. Gründliche Hygiene und regelmäßige Haarentfernung im Bereich der Gesäßfalte senken das Risiko deutlich.
Nach einer minimalinvasiven Laserbehandlung ist die Ausfallzeit meist kurz. Bei einer Bürotätigkeit sind häufig wenige Tage ausreichend; bei körperlich belastender Arbeit kann ungefähr 2 Wochen oder länger notwendig sein.
Nach einer größeren offenen Exzision kann die Arbeitsunfähigkeit dagegen mehrere Wochen betragen. Die Dauer wird individuell nach Operationsmethode, Wundverlauf und körperlicher Belastung am Arbeitsplatz festgelegt.
Der Eingriff selbst erfolgt in Lokalanästhesie und ist dadurch nicht schmerzhaft. In den Tagen danach ist Wundschmerz üblich, besonders beim Sitzen. Eine passende Schmerztherapie wird besprochen.