Behandlung der axillären Hyperhidrose in Lokalanästhesie
Übermäßiges Schwitzen im Achselbereich (axilläre Hyperhidrose) ist eine Erkrankung, bei der die Schweißproduktion unabhängig von Temperatur oder körperlicher Anstrengung erhöht ist. In der Ordination in Horn wird sie nach Abklärung mit einer Lasertherapie in Lokalanästhesie behandelt.
Schwitzen ist eine normale und notwendige Funktion des Körpers: Es reguliert die Temperatur. Von einer Hyperhidrose spricht man erst, wenn die Schweißproduktion das für die Temperaturregulierung notwendige Maß deutlich übersteigt und dabei unabhängig von Wärme oder Anstrengung auftritt. Das ist eine medizinische Diagnose, keine Frage der Körperhygiene — ein Punkt, der vielen Betroffenen wichtig ist.
Im Gespräch werden Ausmaß, Beginn und Verlauf der Beschwerden erhoben sowie bisherige Behandlungsversuche und deren Wirkung. Erfasst wird auch, wie stark der Alltag beeinträchtigt ist. Dieser Punkt fließt in die Behandlungsentscheidung ein, weil er mitbestimmt, ob ein operativer Eingriff verhältnismäßig ist.
Wichtig ist die Abgrenzung zweier Formen. Die primäre Hyperhidrose beginnt meist in Jugend oder jungem Erwachsenenalter, betrifft umschriebene Körperstellen wie Achseln, Hände oder Füße, tritt beidseitig und weitgehend symmetrisch auf und sistiert typischerweise im Schlaf. Die sekundäre Hyperhidrose kann Folge einer anderen Erkrankung oder einer Medikamentenwirkung sein. Hinweise darauf sind ein später Beginn, nächtliches Schwitzen, einseitiges Auftreten, Schwitzen am ganzen Körper oder Begleitsymptome wie ungewollter Gewichtsverlust und Fieber. In diesem Fall steht die Abklärung der Ursache vor jeder lokalen Behandlung — eine Lasertherapie würde hier lediglich ein Symptom behandeln.
Anschließend wird der Achselbereich untersucht: Hautzustand, Ausdehnung des betroffenen Areals sowie Reizungen oder Entzündungen. Auf dieser Grundlage wird beurteilt, ob die Lasertherapie infrage kommt, und der Ablauf einschließlich der Kosten besprochen.
Aluminiumchloridhaltige Antitranspirantien und weitere lokale Therapien. Sie stehen am Anfang jeder Behandlung und sind bei einem Teil der Betroffenen ausreichend wirksam. Wichtig ist die richtige Anwendung, insbesondere der Zeitpunkt des Auftragens; darauf wird im Gespräch eingegangen.
Über einen kleinen Zugang wird eine dünne Laserfaser unter der Haut des Achselbereichs geführt und wirkt gezielt auf die Schweißdrüsenschicht ein. Der Eingriff erfolgt ambulant in der Ordination in Lokalanästhesie, also ohne Narkose und ohne Krankenhausaufenthalt. Behandelt wird ausschließlich der Achselbereich.
Anamnese, Abgrenzung primärer und sekundärer Hyperhidrose, Untersuchung des Achselbereichs sowie Besprechung der Behandlungsmöglichkeiten und der Kosten.
Bestehen Hinweise auf eine zugrunde liegende Erkrankung oder eine Medikamentenwirkung, wird zuerst diese abgeklärt. Eine lokale Behandlung ohne geklärte Ursache ist nicht sinnvoll und kann eine behandlungsbedürftige Grunderkrankung verschleiern.
Ausführliche Aufklärung über Ablauf, realistisch zu erwartendes Ergebnis, Alternativen und Risiken. Die Behandlung ist ein operativer Eingriff, auch wenn sie in Lokalanästhesie und ambulant erfolgt.
Die Laserbehandlung der Achselhöhlen dauert in der Regel weniger als eine Stunde. Einschließlich Vorbereitung, Markierung und Lokalanästhesie bzw. Tumeszenzanästhesie ist insgesamt mit ungefähr 2 Stunden zu rechnen. In der Regel werden beide Achselhöhlen in derselben Sitzung behandelt.
Nach der Behandlung werden die kleinen Punktionsstellen lokal versorgt. Die Achselhöhlen sollten in den ersten Tagen sauber und trocken gehalten werden. Duschen ist nach Verschluss der kleinen Punktionsstellen möglich. Deodorant und Rasur sollten erst wieder verwendet werden, wenn die Haut vollständig reizfrei und die kleinen Wunden verschlossen sind — normalerweise nach 1 bis 2 Wochen. Intensiver Sport, Sauna und starke mechanische Belastung der Achselregion sollten mindestens 2 Wochen vermieden werden. Anschließend kann die Belastung bei komplikationslosem Verlauf schrittweise gesteigert werden.
Kontrolltermin in der Ordination zur Beurteilung von Wundheilung und Behandlungsergebnis. Das endgültige Ergebnis lässt sich erst nach einigen Wochen beurteilen, da die Abheilung im Gewebe Zeit braucht.
Abklärung, Eingriff und Nachkontrolle finden vollständig in der Ordination in Horn statt. Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich.
| Leistung | Honorar |
|---|---|
| A. Chirurgische Beratung, Untersuchung & Diagnostik | |
| Erstvorstellung: ausführliche Anamnese, persönliche chirurgische Beratung, klinische Untersuchung, Befundbesprechung, Rezeptausstellung und Therapieplanung. Falls erforderlich, zusätzlich Ultraschalluntersuchung, Laboruntersuchungen und EKG sowie die Planung weiterführender Untersuchungen oder einer Operation. | € 200 |
| B. Ambulante Operationen in der Ordination in Horn | |
| Hyperhidrose – übermäßiges Schwitzen der Achseln: minimalinvasive Laserbehandlung bei axillärer Hyperhidrose. Die Eignung und das individuelle Therapiekonzept werden im Rahmen der Voruntersuchung festgelegt. | ab € 1.500 pro Seite |
Die primäre Form beginnt meist in jungen Jahren, betrifft umschriebene Körperstellen, tritt beidseitig auf und sistiert im Schlaf. Die sekundäre Form ist Folge einer anderen Erkrankung oder einer Medikamentenwirkung; sie beginnt oft später, tritt auch nachts auf und geht mitunter mit weiteren Beschwerden einher. Diese Unterscheidung steht am Anfang der Abklärung, weil sie über das gesamte weitere Vorgehen entscheidet.
Die Hyperhidrose ist eine medizinische Erkrankung. Die Schweißdrüsen werden übermäßig angesteuert, unabhängig von Temperatur, Anstrengung oder Körperpflege. Häufigeres Waschen ändert daran nichts.
Nein. Die Behandlung erfolgt in Lokalanästhesie, also mit örtlicher Betäubung des Achselbereichs. Sie sind während des Eingriffs wach und ansprechbar; eine Nüchternheit ist nicht erforderlich.
Die Laserbehandlung der Achselhöhlen dauert in der Regel weniger als eine Stunde. Einschließlich Vorbereitung, Markierung und Anästhesie sollten Sie insgesamt ungefähr 2 Stunden einplanen.
Die körperliche Schonung ist relativ kurz. Bei einer Bürotätigkeit ist normalerweise nach wenigen Tagen eine Rückkehr zur Arbeit möglich. Bei körperlich schwerer Arbeit oder Tätigkeiten mit intensiver Armbewegung kann eine Schonung von 2 Wochen sinnvoll sein.
Die Behandlung wirkt örtlich im behandelten Achselbereich. Ob und in welchem Ausmaß sich das Schwitzen an anderen Körperstellen verändert, wird beim Aufklärungsgespräch besprochen und ist individuell unterschiedlich.
Grundsätzlich wird zunächst eine Behandlung durchgeführt. Bei gutem Ansprechen ist keine routinemäßige Wiederholung vorgesehen. Bei verbleibender relevanter Schweißproduktion kann nach vollständiger Abheilung eine zusätzliche Behandlung erwogen werden.