Diskrete Abklärung und Behandlung des Hämorrhoidalleidens
Hämorrhoiden sind ein normaler Bestandteil des Enddarms und tragen zur Feinabdichtung bei. Von einem Hämorrhoidalleiden spricht man erst, wenn sie vergrößert sind und Beschwerden verursachen. Die Abklärung erfolgt in der Ordination in Horn diskret, sachlich und ohne Zeitdruck.
Nicht jede Blutung aus dem After stammt von Hämorrhoiden. Eine fachärztliche Untersuchung ist sinnvoll, um andere Ursachen auszuschließen — etwa Analfissuren, Entzündungen, Polypen oder Tumorerkrankungen. Diese Abgrenzung steht am Anfang jeder Behandlung.
Die Abklärung umfasst das Gespräch über Beschwerden, Stuhlgewohnheiten und Vorerkrankungen, die Inspektion des Analbereichs, die Tastuntersuchung und die Proktoskopie — eine kurze Spiegelung des Analkanals mit einem starren Instrument. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.
Anhand des Befundes wird das Stadium bestimmt. Es reicht von vergrößerten Hämorrhoiden ohne Vorfall bis zum dauerhaften, nicht mehr zurückschiebbaren Vorfall. Das Stadium bestimmt, welche Verfahren überhaupt infrage kommen.
Bei Blutungen ohne eindeutige Ursache, bei Veränderung der Stuhlgewohnheiten, bei entsprechendem Alter oder bei Darmkrebs in der Familie kann zusätzlich eine Koloskopie angezeigt sein. Diese wird gegebenenfalls im selben Gespräch geplant.
Stuhlregulation, ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Anpassung des Toilettenverhaltens und lokale Therapie mit Salben oder Zäpfchen. In frühen Stadien ist das häufig ausreichend und steht immer am Anfang.
Einbringen einer Verödungslösung in das vergrößerte Hämorrhoidalgewebe, das dadurch schrumpft. Das Verfahren eignet sich bei Hämorrhoiden ersten und zweiten Grades, erfolgt ambulant und benötigt keine Betäubung.
Das vergrößerte Gewebe wird mit einem kleinen Gummiring abgebunden und stößt sich nach einigen Tagen ab. Ambulant durchführbar, meist in mehreren Sitzungen. Geeignet bei Hämorrhoiden zweiten Grades.
Das vergrößerte Hämorrhoidalgewebe wird von innen mit Laserenergie behandelt, mit dem Ziel einer Schrumpfung des Gewebes. Schleimhaut und Haut müssen dabei nicht großflächig entfernt werden, sodass keine großflächige offene Wunde im Analbereich entsteht. Der Eingriff erfolgt ambulant in der Ordination.
Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur mit Recto-Anal Repair. Die zuführenden Blutgefäße werden mit einer Ultraschallsonde aufgesucht und gezielt abgebunden, der Vorfall wird dabei gerafft. Das Verfahren ist gewebeerhaltend und eignet sich vor allem bei Hämorrhoiden zweiten und dritten Grades sowie bei Prolaps.
Bei fortgeschrittenem Befund kann ein ausschneidendes Verfahren notwendig sein. Es wird im Landesklinikum durchgeführt und ist mit einer längeren Wundheilung verbunden als die gewebeerhaltenden Methoden.
Gespräch, proktologische Untersuchung und Proktoskopie. Festlegung des Stadiums, Ausschluss anderer Ursachen und Besprechung der Therapieoptionen.
In frühen Stadien zunächst Stuhlregulation, Ernährungsumstellung und lokale Therapie, mit Verlaufskontrolle nach einigen Wochen.
Nicht jedes Hämorrhoidalleiden eignet sich für jedes Verfahren. Stadium, Beschwerden, anatomischer Befund und Ihre Erwartungen fließen in die Entscheidung ein. Es folgt die Aufklärung über Nutzen und Risiken.
Sklerosierung und Gummibandligatur erfolgen in der Ordination ohne Narkose. Die Laserbehandlung erfolgt ambulant in Lokalanästhesie und Sedoanalgesie. Ausschneidende Operationen werden im Landesklinikum durchgeführt.
Stuhlregulierende Maßnahmen werden fortgeführt, damit die Abheilung nicht durch harten Stuhl gestört wird. Leichte Blutungen und Druckgefühl in den ersten Tagen sind möglich. Besonders wichtig ist ein weicher, regelmäßiger Stuhlgang ohne starkes Pressen. Zur Nachbehandlung gehören eine ausreichende Schmerztherapie, sorgfältige Analhygiene — vorzugsweise mit lauwarmem Wasser —, bei Bedarf warme Sitzbäder zur Linderung der Beschwerden, ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie eine ballaststoffreiche Ernährung bzw. Flohsamenschalen. Bei Bedarf kann ein mildes osmotisches Abführmittel wie Macrogol eingesetzt werden. Starkes Pressen und langes Sitzen auf der Toilette sollten vermieden werden.
Kontrolle des Heilungsverlaufs in der Ordination. Weitere Sitzungen — etwa bei der Ligatur oder Verödung — werden bei Bedarf geplant.
Untersuchung, konservative Therapie, Verödung, Gummibandligatur und Laserbehandlung finden in der Ordination in Horn statt. Ausschneidende Operationen werden im Landesklinikum Horn oder Waidhofen an der Thaya durchgeführt.
| Leistung | Honorar |
|---|---|
| A. Chirurgische Beratung, Untersuchung & Diagnostik | |
| Erstvorstellung: ausführliche Anamnese, persönliche chirurgische Beratung, klinische Untersuchung, Befundbesprechung, Rezeptausstellung und Therapieplanung. Falls erforderlich, zusätzlich Ultraschalluntersuchung, Laboruntersuchungen und EKG sowie die Planung weiterführender Untersuchungen oder einer Operation. | € 200 |
| B. Ambulante Operationen in der Ordination in Horn | |
| Proktologische Eingriffe: Diagnostik und operative Behandlung von Hämorrhoiden, Analfissuren, Hämorrhoidalthrombosen, Analfisteln und weiteren Erkrankungen des Anal- und Enddarmbereichs. | ab € 450 |
| Hämorrhoiden-Laseroperation: minimalinvasive Laserbehandlung von Hämorrhoiden bei entsprechender medizinischer Indikation, in Lokalanästhesie in Kombination mit Sedoanalgesie. Das Behandlungskonzept wird individuell anhand des proktologischen Befundes festgelegt. | ab € 1.500 |
| C. Tagesklinische Operationen im Landesklinikum Waidhofen an der Thaya | |
| Hämorrhoidenoperation | € 500 |
| D. Stationäre Operationen im Landesklinikum Horn | |
| Hämorrhoidenoperation | € 500 |
Nach einer Hämorrhoidenbehandlung mit Laser sind leichte Alltagsaktivitäten normalerweise bereits nach wenigen Tagen möglich.
Bei unkompliziertem Verlauf kann eine Bürotätigkeit häufig nach etwa 10 Tagen wieder aufgenommen werden. Bei körperlich schwerer Arbeit kann eine längere Schonung notwendig sein.
Mit Sport sollte begonnen werden, sobald die Wundschmerzen deutlich abgeklungen sind und keine relevante Nachblutung mehr besteht — meistens nach ungefähr 2 Wochen. Die Belastung sollte schrittweise gesteigert werden.
Die Erholungszeit hängt vom Ausmaß des Hämorrhoidalleidens ab und davon, ob zusätzlich Hautläppchen oder andere Veränderungen behandelt wurden.
Ja. Nach einer Sedoanalgesie dürfen Sie am selben Tag kein Fahrzeug lenken; eine Abholung durch eine erwachsene Begleitperson ist erforderlich.
Nach dem Eingriff bleiben Sie unter Überwachung, bis Sie vollständig wach, kreislaufstabil und mobil sind. Nach einer Sedierung beträgt diese Überwachungsphase üblicherweise ungefähr 1 Stunde. Entscheidend sind jedoch die medizinischen Entlassungskriterien und nicht eine fixe Zeit.
Die proktologische Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Sie kann als unangenehm empfunden werden, ist aber in der Regel nicht schmerzhaft. Die Untersuchung erfolgt diskret, in ruhiger Atmosphäre und mit Erklärung jedes Schrittes. Viele Betroffene warten lange, bevor sie ärztliche Hilfe suchen — notwendig ist das nicht.
Nein. Blutungen können auch von Analfissuren, Entzündungen, Polypen oder Tumorerkrankungen stammen. Genau deshalb steht die fachärztliche Abklärung vor jeder Behandlung. Eine Blutung sollte nicht über längere Zeit unabgeklärt bleiben.
Das lässt sich erst nach der Untersuchung beurteilen. Entscheidend sind Stadium, Beschwerden und anatomischer Befund. Nicht jedes Hämorrhoidalleiden eignet sich für dieses Verfahren; in manchen Fällen ist eine Ligatur, eine Verödung oder ein anderes operatives Vorgehen sinnvoller.
Auch die minimal-invasive Behandlung bleibt ein operativer Eingriff. Blutungen, Schmerzen, Schwellung, Entzündung oder erneut auftretende Beschwerden sind möglich, in seltenen Fällen weitere Komplikationen. Über die Risiken wird vor dem Eingriff im Einzelnen aufgeklärt.
Ein Wiederauftreten ist möglich. Stuhlregulation, ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ein angepasstes Toilettenverhalten sind auch nach einer erfolgreichen Behandlung wichtig, weil sie die auslösenden Faktoren betreffen.