Abklärung und Behandlung von Einrissen und Fistelgängen im Analbereich
Eine Analfissur ist ein Einriss der Schleimhaut im Analkanal und verursacht typischerweise starke, stechende Schmerzen beim Stuhlgang. Eine Analfistel ist ein Gang zwischen Analkanal und Haut, der meist aus einem abgelaufenen Abszess entsteht. Beide Erkrankungen werden in der Ordination in Horn abgeklärt und behandelt.
Nach dem Gespräch über Beschwerden, Stuhlgewohnheiten und Vorerkrankungen folgt die Inspektion des Analbereichs. Bei einer akuten Fissur ist die Untersuchung schmerzbedingt oft nur eingeschränkt möglich. Sie wird dann behutsam und gegebenenfalls nach lokaler Betäubung durchgeführt; eine vollständige Spiegelung kann auf einen späteren Termin verschoben werden, wenn die Schmerzen nachgelassen haben.
Die Analfissur liegt typischerweise an einer charakteristischen Stelle des Analkanals. Unterschieden wird zwischen der akuten Fissur, die unter konservativer Therapie meist abheilt, und der chronischen Fissur mit derben Randwällen und teils sichtbarer Vorpostenfalte. Diese Unterscheidung bestimmt das weitere Vorgehen.
Bei Verdacht auf eine Fistel wird der Verlauf des Ganges beurteilt: die äußere Öffnung, der Bezug zum Schließmuskel und die innere Mündung im Analkanal. Diese Zuordnung ist entscheidend, weil die Kontinenz erhalten bleiben muss. Ein Gang, der einen großen Anteil des Schließmuskels durchquert, erfordert ein anderes Vorgehen als ein oberflächlicher Verlauf.
Zum Ausschluss anderer Ursachen — Hämorrhoiden, Entzündungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder Tumoren — kann eine Proktoskopie oder eine weiterführende Untersuchung angeschlossen werden.
Stuhlregulation, ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und lokale Therapie zur Entspannung des Schließmuskels. Ziel ist es, den Kreislauf aus Schmerz, Muskelverspannung und verminderter Durchblutung zu durchbrechen. Die meisten akuten Fissuren heilen darunter innerhalb einiger Wochen ab.
Bei einer chronischen Analfissur erfolgt die Therapie zunächst abhängig vom Befund und von den bisher durchgeführten Behandlungen. Neben einer konsequenten Stuhlregulation stehen medikamentöse Verfahren zur Entspannung des inneren Schließmuskels zur Verfügung. Bei einer therapieresistenten chronischen Analfissur wird das operative Verfahren individuell nach Befund, Sphinktertonus und Kontinenzrisiko gewählt — in der Regel eine Fissurektomie, gegebenenfalls in Kombination mit Botulinumtoxin.
Ein akuter Analabszess muss entlastet werden und duldet keinen Aufschub. Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie oder Sedoanalgesie. Er nimmt den Schmerz, beseitigt aber einen eventuell zugrunde liegenden Fistelgang noch nicht.
Bei geeigneten Fistelformen kommt die minimalinvasive Lasertherapie FiLaC (Fistula-tract Laser Closure) zum Einsatz. Ziel ist der Verschluss des Fistelgangs bei möglichst weitgehender Schonung des Schließmuskels. Der Eingriff wird tagesklinisch im Landesklinikum Waidhofen an der Thaya durchgeführt.
Gespräch und proktologische Untersuchung. Unterscheidung zwischen akuter Fissur, chronischer Fissur, Abszess und Fistel sowie Ausschluss anderer Ursachen.
Ein akuter Abszess wird kurzfristig entlastet. Erst nach Abklingen der Entzündung lässt sich beurteilen, ob ein Fistelgang zurückbleibt.
Zunächst Stuhlregulation und lokale Therapie über mehrere Wochen, mit Verlaufskontrolle. Die konsequente Umsetzung ist entscheidend für den Erfolg.
Heilt die Fissur nicht ab oder liegt eine Fistel vor, wird ein operatives Verfahren geplant, im Einzelnen besprochen und die Aufklärung durchgeführt.
Wundkontrollen und Anleitung zur Wundpflege. Fisteloperationen erfordern regelmäßige Kontrollen bis zur vollständigen Abheilung, weil die Wunde von der Tiefe her zuheilen soll.
Untersuchung, konservative Therapie und Abszessentlastung erfolgen in der Ordination in Horn. Wo größere Eingriffe stattfinden, richtet sich nach dem Befund.
| Leistung | Honorar |
|---|---|
| A. Chirurgische Beratung, Untersuchung & Diagnostik | |
| Erstvorstellung: ausführliche Anamnese, persönliche chirurgische Beratung, klinische Untersuchung, Befundbesprechung, Rezeptausstellung und Therapieplanung. Falls erforderlich, zusätzlich Ultraschalluntersuchung, Laboruntersuchungen und EKG sowie die Planung weiterführender Untersuchungen oder einer Operation. | € 200 |
| B. Ambulante Operationen in der Ordination in Horn | |
| Proktologische Eingriffe: Diagnostik und operative Behandlung von Hämorrhoiden, Analfissuren, Hämorrhoidalthrombosen, Analfisteln und weiteren Erkrankungen des Anal- und Enddarmbereichs. | ab € 450 |
Der Einriss liegt in einem sehr empfindlichen, nervenreichen Bereich. Der Schmerz löst eine krampfartige Verspannung des Schließmuskels aus, die die Durchblutung der Schleimhaut vermindert und die Heilung erschwert. So entsteht ein Kreislauf, den die Behandlung gezielt durchbricht.
Die meisten akuten Fissuren heilen unter konsequenter Stuhlregulation und lokaler Therapie innerhalb einiger Wochen ab. Bleibt die Heilung aus, spricht man von einer chronischen Fissur; dann kommt ein Eingriff in Betracht.
Typisch ist eine kleine Öffnung neben dem After, aus der wiederholt Sekret oder Eiter austritt, oft nach einem abgelaufenen Abszess. Die Beschwerden bessern sich zwischenzeitlich und kehren dann wieder — dieser wellenförmige Verlauf ist charakteristisch.
In der Regel nicht. Ein Fistelgang schließt sich meist nicht dauerhaft von allein, sondern führt zu wiederkehrenden Entzündungen und Abszessen. Deshalb wird eine Fistel operativ behandelt.
Der Erhalt der Kontinenz bestimmt die Verfahrenswahl. Deshalb wird vor jedem Eingriff genau festgestellt, wie der Fistelgang zum Schließmuskel verläuft. Über das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch gesprochen.
Die operative Behandlung chronischer oder therapieresistenter Analfissuren erfolgt ambulant in der Ordination in Horn. Die Laserbehandlung einer Analfistel wird tagesklinisch im Landesklinikum Waidhofen an der Thaya durchgeführt, komplexere proktologische Operationen stationär im Landesklinikum Horn.
Weicher, geformter Stuhl ist die wichtigste Voraussetzung für die Abheilung: ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, kein Pressen und kein langes Sitzen auf der Toilette. Diese Maßnahmen bleiben auch nach einer Operation wichtig.